Hochbegabung als Last oder Bereicherung      Bedürfnisse erkennen und Probleme verstehen      Frühstarter brauchen Hilfe

 

Die komplexe Sicht auf die Persönlichkeit gebietet, den Blick vor Problemen nicht zu verschliessen. Es kann z.B. so sein, dass Sie soeben bei "Mögliche Erkennungsmerkmale" Ihr Kind noch gar nicht schlüssig erkannt haben. Häufig definieren sich Hochbegabte nämlich über Auffälligkeiten in der Gruppe, im Umfeld, in der Interaktion mit anderen Personen oder Gegebenheiten.

Die "Deutsche Gesellschaft für das hochbegabte Kind" e.V. hat mit Hilfe von forschenden, publizierenden Wissenschaftlern und erfahrenen Eltern eine Übersicht von Auffälligkeiten erstellt, die wir hiermit -  von uns etwas ausführlicher editiert - in unsere Seite integrieren möchten.

Das Kind geht ungern in die Einrichtung, weil es sich gelangweilt fühlt

Es findet keine Freude an einfachen Spielen, weil die geistige Anforderung fehlt

Es interessiert sich für Dinge die über der Altersnorm liegen und spielt deshalb vielfach allein

Das Kind hat Scheu vor Gleichaltrigen, weil sie meist nicht gleich befähigt sind

Es erlebt sich als "anders" und kann sich schwer in die Gruppe integrieren

Es ist emotional besonders empfindlich und weint häufig

Das Kind gilt als Streber oder Besserwisser und ist unbeliebt

Seine Art wird von Lehrern und Mitschülern schwer verstanden und / oder nicht akzeptiert

Es fühlt sich fast ständig unterfordert und kann dadurch zum Störenfried werden

Das Kind eckt durch Perfektionismus und ausgeprägte Kritikbereitschaft immer wieder an

Es fühlt sich von der Umwelt unverstanden und neigt zur Isolation

Es hat soziale Anpassungsprobleme, weil geistige Fähigkeit und soziale Reife nicht konform gehen

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Zur Erinnerung !  Auf den Seiten "Hochbegabung" und "Erkennungsmerkmale" wurde bereits klargestellt, dass es keinen  Stereotyp "Hochbegabter" gibt, etwa nach dem Motto : So, und nicht anders ist er nun einmal !  Hier sehen Sie nun erneut eine Listung vieler Auffälligkeiten. Bedenken Sie bitte, unter konsequent dialektischer Sicht kann jede Liste typischer Eigenschafften irreführend sein. Der Grund dafür liegt in der Vielschichtigkeit der Persönlichkeit, dem spezifischen "Ich", dem unterschiedlichen sozialen Umfeld in dem das Kind lebt und vielen anderen objektiven und subjektiven Prämissen. - Das Allgemeine existiert zwar immer im Einzelnen, wird aber durch das "Prisma des Subjekts" gebrochen.

Setzen Sie deshalb bitte alles in Beziehung zu IHREM KIND, beobachten Sie aufmerksam und werten Sie gewissenhaft - durch bejahen oder verneinen, annehmen oder verwerfen.

Haben Sie dabei Fragen oder Probleme, benötigen Sie Hilfestellung - Sie finden bereitwillige Berater !